Coronavirus: Bundeswehr bringt erkrankte Italiener nach Deutschland

Es kam einem Akt europäischer Solidarität gleich als am Samstag eine Maschine aus dem italienischen Bergamo auf dem Flughafen Köln-Bonn landete. An Bord des Medevac-Airbus befanden sich sechs an Covid-19 erkrankte Italiener. Sie sollen in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen behandelt werden. Italien gilt als das am schlimmsten vom Coronavirus heimgesuchte Land in Europa. Zuletzt waren innerhalb von 24 Stunden mehr als 900 Menschen gestorben. Die Krankenhäuser sind überlastet. Daher hat Deutschland angeboten, Patienten zu übernehmen. Auch aus Frankreich waren in dieser Woche Patienten über die Grenze in die Bundesrepublik gebracht worden. Experten gehen davon aus, dass der Höchststand der Ansteckungen in Deutschland noch nicht erreicht ist. Noch haben Krankenhäuser Kapazitäten, um Fälle aus dem Ausland aufzunehmen. Unterdessen konnten weitere Deutsche aus Nepal ausreisen. Zwei Chartermaschinen hoben am Samstag mit hauptsächlich deutschen und französischen Staatsbürgern an Bord vom internationalen Flughafen Kathmandu ab. Die Europäer hatten zuvor eine Woche in Nepal festgesessen. Auch Manfred Poppe wartete am Samstag auf seinen Flug nach Deutschland: „Ich glaube, dass Deutschland weitaus bessere Gesundheitseinrichtungen hat als Nepal. Auch wenn Nepal noch nicht von der Pandemie getroffen ist, so wird diese wahrscheinlich kommen und dann wird Nepal ein riesen Problem bekommen. Wir glauben, dass wir in Deutschland besser aufgestellt sind.“ Je eine der Maschinen wurde von der deutschen und französischen Regierung zur Verfügung gestellt. Insgesamt waren 608 Passagiere an Bord. Bereits am Freitag waren rund 300 Europäer ausgeflogen worden. Die Regierung Nepals hatte bis Samstag vier Fälle von Covid-19 registriert.

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