Blut transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen – auch ins Gehirn. Wichtig für einen reibungslosen Transport sind offene, elastische Gefäße. Verstopft ein Gefäß, verhärtet es oder reißt ein, kann das gefährlich werden. So kann eine verstopfte Arterie, die ins Gehirn führt, einen Schlaganfall auslösen.
Martin Halle ist Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München. Er nennt sechs Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Gefäße schützen. Damit verhindern Sie nicht nur einen Schlaganfall im Gehirn, sondern schützen auch alle anderen Organe.
1. Essen Sie bunt
Es gibt Stoffe, die Tomaten rot machen, Auberginen lila und Äpfel grün. Die sogenannten Polyphenole verleihen Obst und Gemüse ihre Farbe. Auf unsere Zellen üben sie einen Schutzmechanismus aus, erklärt Gefäßarzt Martin Halle. Er empfiehlt, Gerichte aus möglichst vielen verschiedenen Gemüsesorten zusammenzustellen und so für eine bunte Mischung auf dem Teller zu sorgen.
2. Vermeiden Sie gesättigte Fettsäuren
Gesättigte Fettsäuren sind „starr“, ungesättigte Fettsäuren sind „biegsam“, erklärt Halle vereinfacht. Ebenso verhalten sich die Gefäße, wenn wir entsprechend essen: Gesättigte Fettsäuren härten die Gefäßwände, ungesättigte Fettsäuren machen sie elastisch.
Greifen Sie daher eher zu ungesättigten Fettsäuren aus Olivenöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl statt zu Produkten wie Butter oder Schmalz, die gesättigten Fettsäuren enthalten. Auch Fisch, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten ungesättigte Fettsäuren.
3. Halten Sie ein normales Gewicht
Fettgewebe sondert Entzündungsstoffe ins Blut ab. Diese können die Innenschicht der Gefäße angreifen. Wichtig ist daher, ein gesundes Gewicht zu halten. Ob Ihr Body-Mass-Index im normalen Bereich liegt, finden Sie mit folgender Rechenformel heraus: (Körpergewicht/Größe)2
Geben Sie das Körpergewicht in Kilogramm und die Größe in Metern an. Das Ergebnis sollte zwischen 18,5 und 24,9. Dann sind Sie normalgewichtig.
4. Treiben Sie Sport
Sport sorgt für elastische Gefäße. Der erhöhte Pulsschlag dehnt die Gefäße für kurze Zeit. Das setzt chemische Prozesse in Gang, die kaputte Zellen in der Gefäßwand reparieren. So beugt Sport nicht nur verletzten Gefäßen vor, sondern kann sie auch heilen.
Martin Halle empfiehlt zwei Spaziergänge pro Tag oder eine intensive Sporteinheit von sieben bis zehn Minuten, sofern Sie dabei richtig ins Schwitzen kommen.
5. Hören Sie mit dem Rauchen auf
Gelangt Nikotin in unseren Körper, ziehen sich die Gefäße zusammen. Das passiert bereits bei einer einzigen Zigarette, warnt Gefäßexperte Martin Halle. Bestimmte Körperstellen werden dann nicht mehr richtig durchblutet. Ist die Zigarette geraucht, weiten sich die Gefäße zwar wieder, trotzdem schadet Nikotin auch langfristig. Es greift die Innenschicht der Gefäße an, lässt Löcher und Narben entstehen.
6. Achten Sie auf Ihren Blutdruck
Bei Bluthochdruck wird das Blut mit einem erhöhten Druck gegen die Gefäßwände gepumpt. Auf Dauer können Sie dadurch einreißen. Kontrollieren Sie daher Ihren Blutdruck mit einem Messgerät und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über blutdrucksenkende Mittel, wenn Sie an dauerhaft erhöhtem Blutdruck leiden.
Bei einer Personengruppe ist das Alzheimer-Risiko doppelt so hoch wie sonst
FOCUS Online/Wochit Bei einer Personengruppe ist das Alzheimer-Risiko doppelt so hoch wie sonst
Quelle: Den ganzen Artikel lesen